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Dolomiten: Über den Wolken

Seit 2009 gehören die sogenannten „bleichen Berge“ zum UNESCO-Weltnaturerbe und ziehen durch ihre außergewöhnliche Schönheit zu jeder Jahreszeit Millionen von Besuchern aus aller Welt an. Dank der Bergspitzen, die sich majestätisch dem Himmel entgegenstrecken, der glitzernden Seen wie dem Pragser Wildsee oder dem Karersee, tosender Wasserfälle und idyllischer Almen, die sich im Winter unter einer weißen Schneedecke verbergen, sind diese erhabenen Gipfel zu einer renommierten Destination von überraschender Vollkommenheit geworden.

Legendenquelle
Das faszinierende Bergmassiv ist vor etwa 250 Millionen Jahren aus dem Meer emporgestiegen und nach dem Dolomit benannt, einem Karbonat-Gestein, welches im 18. Jahrhundert vom französischen Geologen Déodat Gratet de Dolomieu klassifiziert wurde. Diese Gebirgsgruppe beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna und macht die Dolomiten mitunter deshalb zu einem unvergleichbaren Naturschatz. Ebenso sind sie die Geburtsstätte zahlreicher Volksmärchen, darunter jene von König Laurin, die wohl berühmteste Sage des Landes: eine Legende, die noch heute die Fantasie der Kinder beflügelt und deren Echo den Wandel der Jahrhunderte unversehrt überdauert hat.

Die Dolomiten sind vor 250 Millionen Jahren entstanden, wo sich damals ein tropisches Meer befand.

Outdoor-Spielplatz
Ein weiterer Aspekt, der zahlreiche Besucher in die Dolomiten lockt, ist eine schier grenzenlose Vielfalt an Abenteuern, die es hier zu erleben gibt. Ein Sprung in erfrischende Gewässer im Sommer, Aufstiegsanlagen, die Sport- und Naturbegeisterte an die schönsten Orte bringen, und nicht zu vergessen die mehr als 1200 Pistenkilometer des Dolomiti Superski, eines der größten Skigebiete weltweit. Eine ganze Welt für Sport und Bewegung auf über 142.000 ha, in der man sich dem Skifahren, Wandern, Gleitschirmfliegen, Canyoning, oder Nordic Walking widmen kann. Außerdem ist das Radfahren besonders populär, da einige der klassischen Etappen des Giro d’Italia hier stattfinden.

Der „Star” im Kino: Nicht viele wissen, dass die Dolomiten als Kulisse für viele Filme dienen.

Kultur- und Fantasieerlebnis
Das Dolomitenmassiv ist Schauplatz zahlreicher Kulturveranstaltungen. Besonders faszinierend ist das alljährliche Musikfestival „Die Klänge der Dolomiten“. Zu diesem Anlass verschmelzen die Symphonien eines Orchesters mit dem faszinierenden Nachhall der Berge. Genauso empfehlenswert ist ein Besuch im Messner Mountain Museum auf dem Monte Rite, eines der sechs Museen des berühmten Südtiroler Bergsteigers.

Außerdem sind die hellgrauen Felsen beliebte Drehorte für Spielfilme und Serien. Darunter finden sich historische Filme von Luis Trenker, Regisseur und Schauspieler aus St. Ulrich, Till Schweigers „Honig im Kopf” (2014) oder auch die Mondszenen von „Solo: A Star Wars Story“ (2018), in denen die Drei Zinnen von den ikonischen Raumschiffen der berühmten Saga flankiert werden.

Spezialeffekte der Natur: Der Sonnenuntergang lässt die Felsspitzen der Dolomiten feuerrot leuchten.

Naturspektakel
Eine filmreife Kulisse bieten die Dolomiten nicht nur bei Dreharbeiten, sondern auch beim atemberaubend schönen „Alpenglühen”. Dieses besondere Phänomen entsteht durch die Lichteinwirkung der Sonnenstrahlen auf die Felswände, welche daraufhin in grellen Rot- und Orangetönen aufleuchten: Ein absolutes Must-see für Landschaftsfotografen.

Weltnaturerbe: 2009 wurden neun Berggruppen repräsentativ in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Einzelstück
Die Dolomiten gehören schon längst zu den Highlights, die man auf seine „Bucket-List” schreibt. Besucher stellen sich die Frage, wie die Natur so etwas unsagbar Schönes und Gigantisches erschaffen kann, währen sie vor ihnen stehen und die Kraft sie in ihren Bann zieht. Die Felsspitzen ragen in den Himmel wie eine Kathedrale, die die Wunder der Natur greifbar macht.